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Heizenergie sparen im Winter: 4 wirksame Sofortmaßnahmen für Bürogebäude und öffentliche Einrichtungen

Heizenergie sparen im Winter – das geht auch ohne aufwendige Sanierungen oder große Investitionen. Gerade in Bürogebäuden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen bieten bestehende Heizungsanlagen oft erhebliches Einsparpotenzial. Wir zeigen vier wirksame Maßnahmen, mit denen Unternehmen und Kommunen ihren Heizenergieverbrauch senken, Heizkosten reduzieren und gleichzeitig den Komfort für die Gebäudenutzenden erhalten können.

Wenn die Temperaturen sinken, steigt der Heizenergiebedarf – und damit auch der Kostendruck auf Unternehmen und Kommunen. Doch um den Verbrauch zu reduzieren, sind nicht immer umfangreiche Sanierungen notwendig. Häufig steckt bereits in der bestehenden Heizungsanlage erhebliches Einsparpotenzial. Wir stellen vier Maßnahmen vor, mit denen sich der Heizenergieverbrauch in Bürogebäuden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen im Winter effizient senken lässt.

1. Hydraulischer Abgleich: Wärme gleichmäßig verteilen

Während manche Räume überheizen, werden andere trotz voll aufgedrehter Heizkörper nicht richtig warm. Ursache dafür kann eine ungleichmäßige Verteilung des Heizwassers sein: Heizkörper in der Nähe der Heizungsanlage werden häufig besser versorgt als weiter entfernte.1

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper die benötigte Menge an Heizwasser erhält. Das verbessert die Wärmeverteilung und damit den Komfort der Raumnutzenden. Auch kann er den Energieverbrauch senken. Gleichzeitig schafft er wichtige Voraussetzungen, um die Heizungsanlage insgesamt effizienter einzustellen – beispielsweise durch eine Anpassung der Vorlauftemperatur und der Heizkurve.

Symbolbild (KI-generiert)

Obwohl der hydraulische Abgleich nicht für jedes Bestandsgebäude gesetzlich vorgeschrieben ist2, ist er in vielen Fällen energetisch sinnvoll. Die Umsetzung kann allerdings aufwendig sein: Beim klassischen Verfahren müssen Fachkräfte unter anderem Heizlasten berechnen und Ventile individuell einstellen. Angesichts des Fachkräftemangels3 im Heizungs- und Sanitärhandwerk stellt das insbesondere bei großen Gebäudebeständen eine Herausforderung dar.

Eine Alternative bietet der digitale adaptive hydraulische Abgleich mit Thermostaten: Bei vilisto erfolgt dieser über eine softwareseitige Anbindung. Die Wärmeverteilung wird durch die Thermostate anhand von Temperaturdaten automatisch optimiert, ohne dass die einzelnen Ventile manuell voreingestellt werden müssen. Anders als beim einmaligen klassischen Abgleich kann das System außerdem kontinuierlich auf veränderte Bedingungen reagieren.

Mehr über den hydraulischen Ablgeich mit Thermostaten erfahren

2. Nachtabsenkung: Heizleistung reduzieren, wenn niemand da ist

Nach Feierabend, nachts und am Wochenende müssen Büro- und Verwaltungsgebäude in der Regel nicht auf dieselben Temperaturen beheizt werden wie während der Nutzung. Eine zentrale Nachtabsenkung reduziert deshalb die Heizleistung zu festgelegten Zeiten, beispielsweise indem die Vorlauftemperatur gesenkt wird.

Was zunächst einfach klingt, hat allerdings einen Haken: Herkömmliche Heizkörperthermostate versuchen weiterhin, die eingestellte Raumtemperatur zu halten. Sinkt die Temperatur während der Nachtabsenkung, öffnen sie die Ventile weiter und erhöhen dadurch den Heizwasserdurchfluss. So können sie der zentralen Absenkung entgegenwirken und deren Einsparwirkung verringern.

Symbolbild (KI-generiert)

Besonders wirksam ist deshalb das Zusammenspiel von zentraler Heizungsregelung und raumweiser Temperaturabsenkung. Werden auch die Thermostate entsprechend heruntergeregelt, arbeiten beide Maßnahmen in dieselbe Richtung.

Intelligente Thermostate können diese Aufgabe automatisiert übernehmen. Die Thermostate von vilisto erkennen unter anderem, wann Räume nicht genutzt werden, und reduzieren die Raumtemperatur bedarfsgerecht. So ergänzen sie eine vorhandene Nachtabsenkung und helfen dabei, zusätzliche Einsparpotenziale zu erschließen.

Mehr zum Effekt der Nachtabsenkung erfahren

3. Raumtemperaturen bedarfsgerecht absenken

Schon kleine Temperaturänderungen können große Auswirkungen haben: Laut Verbraucherzentrale lassen sich mit einer Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius rund sechs Prozent Heizenergie einsparen.4

Das bedeutet allerdings nicht, dass Beschäftigte im Winter frieren müssen. Viel sinnvoller ist es, die Temperatur dann zu reduzieren, wenn Räume ohnehin nicht genutzt werden.

Gerade in Nichtwohngebäuden ist dieses Potenzial groß: Büro- und Verwaltungsräume stehen beispielsweise nachts, an Wochenenden, während Urlaubszeiten oder im Homeoffice häufig leer – teilweise bis zu 80 Prozent der Zeit. Trotzdem werden sie vielerorts durchgehend beheizt.

Entscheidend ist, dass die Temperaturabsenkung zuverlässig funktioniert und der Komfort während der Nutzung erhalten bleibt. Werden Heizkörper ausschließlich manuell geregelt, entsteht zusätzlicher Aufwand: Beschäftigte müssen daran denken, die Heizung vor dem Verlassen herunterzudrehen. Und: der Komfort leidet, wenn morgens ein kaltes Büro wartet.

Intelligente, selbstlernende Thermostate automatisieren diesen Prozess. Sie erkennen die Raumnutzung, senken die Temperatur bei Abwesenheit ab und sorgen durch vorausschauendes Heizen dafür, dass Räume vor erneuter Nutzung wieder angenehm warm sind. So lässt sich Heizenergie sparen, ohne dass für die Gebäudenutzenden zusätzliche Aufgaben entstehen.

Mehr zur Funktionsweise intelligenter Thermostate erfahren

4. Heizkurve und Vorlauftemperatur optimieren

Nicht nur die Temperaturen in den einzelnen Räumen sind entscheidend. Auch die Frage, wie heiß das Heizwasser durch das Gebäude transportiert wird, beeinflusst die Energieeffizienz erheblich.

Die sogenannte Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur benötigt wird. Ist sie zu hoch eingestellt, stellt die Heizungsanlage möglicherweise deutlich mehr Wärme bereit als tatsächlich erforderlich. Das kann zu unnötigen Wärmeverlusten und einem höheren Energieverbrauch führen.

Eine sorgfältige Anpassung der Heizkurve kann deshalb helfen, die Vorlauftemperatur zu reduzieren, ohne die Wärmeversorgung der Räume zu beeinträchtigen. Besonders bei Brennwertheizungen und Wärmepumpen ist ein möglichst niedriges, bedarfsgerechtes Temperaturniveau wichtig für einen effizienten Betrieb.

Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Wärmeverteilung im Gebäude stimmt. Deshalb sollten die Optimierung der Heizkurve und der hydraulische Abgleich möglichst gemeinsam betrachtet werden.

Automatisierung: Damit Energiesparen im Alltag funktioniert

Ob hydraulischer Abgleich, Nachtabsenkung oder bedarfsgerechte Raumtemperaturen: Viele Energiesparmaßnahmen sind bekannt. Die Herausforderung liegt häufig darin, sie im Gebäudealltag konsequent umzusetzen. Denn wenn Temperaturen manuell angepasst werden müssen, hängt die Energieeinsparung davon ab, dass Gebäudeverantwortliche und Nutzende regelmäßig daran denken.

Hier können intelligente Heizkörperthermostate unterstützen. Sie automatisieren die Temperaturregelung und sorgen dafür, dass Räume nur dann auf die Wohlfühltemperatur beheizt werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Selbstlernende Systeme wie die Thermostate von vilisto erkennen die Raumnutzung automatisch und passen die Temperaturen entsprechend an. Gleichzeitig können sie eine zentrale Nachtabsenkung unterstützen und über einen digitalen, adaptiven hydraulischen Abgleich zu einer effizienteren Wärmeverteilung beitragen.

So können mehrere Energiesparmaßnahmen umgesetzt werdeb, ohne zusätzlichen Aufwand im Gebäudealltag zu verursachen. Welches Potenzial darin steckt, zeigt vilisto: Kund*innen sparen mit den intelligenten Thermostaten durchschnittlich 22 % Heizenergie ein – bei gleichbleibendem Komfort.

Fazit: Große Einsparungen brauchen nicht immer große Sanierungen

Um den Heizenergieverbrauch im Winter spürbar zu senken, sind nicht immer aufwendige Sanierungen notwendig. Schon die Optimierung bestehender Heizungsanlagen und eine bedarfsgerechte Temperaturregelung können einen großen Unterschied machen.

Besonders wirksam wird das Zusammenspiel der Maßnahmen, wenn digitale Technologien ihre Umsetzung unterstützen. So lassen sich Einsparpotenziale zuverlässig nutzen, ohne den Komfort einzuschränken oder Energiesparen zu einer zusätzlichen Aufgabe für Gebäudeverantwortliche und Nutzende zu machen.

Häufige Fragen zum Heizenergiesparen in Nichtwohngebäuden

Welche Maßnahmen sparen im Winter besonders viel Heizenergie?

Eine besonders wirksame und zugleich geringinvestive Maßnahme, um im Winter Heizenergie zu sparen, ist die bedarfsgerechte Absenkung der Raumtemperatur. Gerade in Bürogebäuden und öffentlichen Einrichtungen stehen Räume bis zu 80 % der Zeit leer – werden aber häufig durchgehend beheizt. Intelligente Heizkörperthermostate wie die von vilisto passen die Raumtemperatur automatisch an den tatsächlichen Wärmebedarf an. So lässt sich der Heizenergieverbrauch reduzieren, ohne den Komfort während der Nutzung einzuschränken.

Wie lässt sich Heizenergie ohne umfangreiche Sanierung einsparen?

Heizenergie lässt sich auch ohne umfangreiche Sanierung einsparen, indem die Raumtemperaturen bedarfsgerecht geregelt und bestehende Heizungsanlagen effizienter betrieben werden. Eine besonders wirksame und unkomplizierte Maßnahme ist die Nachrüstung intelligenter Heizkörperthermostate wie die von vilisto. Diese erkennen automatisch, ob Räume genutzt werden, und senken die Temperatur bei Abwesenheit ab. So lässt sich der Heizenergieverbrauch deutlich reduzieren, ohne bauliche Veränderungen vornehmen oder den Komfort der Raumnutzenden einschränken zu müssen.

Wie viel Heizenergie lässt sich mit intelligenten Thermostaten sparen?

Das Einsparpotenzial hängt unter anderem vom Gebäude, der bisherigen Heizungsregelung und den Nutzungszeiten ab. Bei den über 400 Kund*innen von vilisto senken intelligente, selbstlernende Heizkörperthermostate den Heizenergieverbrauch im Durchschnitt um 22 %. Insbesondere in zeitweise ungenutzten Büro-, Verwaltungs- und Schulräumen können dadurch erhebliche Einsparungen entstehen.

Quellenverzeichnis

  1. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/hydraulischer-abgleich-so-wird-ihre-heizung-effizienter-30110
  2. https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__60c.html
  3. https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Online-KV/Arbeits-und-Ausbildungsmarkt-im-Handwerk.html
  4. https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/fuenf-einfachen-schritten-energie-geld-sparen